Ausstellung "only the lonely" mit Beitrag von Simone Stolz
Eine Ausstellung über Einsamkeit, Alleinsein – und alles, was dazwischenliegt
Mit einem Beitrag von Simone Stolz, Autorin von "Dazwischen die Einsamkeit" - einer Graphic Novel die sich den Geschichten, Erinnerungen und Erzählungen ehemaliger Heimkinder annähert.
Text zur Ausstellung "Only the lonely – Wechselwirkungen des Alleinseins"
Alleinsein kann Bewegung bedeuten, etwa eine Reise an einen unbekannten Ort. Dort, umgeben von fremden Gesichtern, mit einem Gefühl grenzenloser Freiheit, läuft man immer wieder sich selbst über den Weg. Oder es ist Rückzug in die eigenen vier Wände, in die Stille, in der man sich ausbreitet, bis die Wände beginnen, näher zu rücken. Alleinsein kann auch Stillstand bedeuten: in der Leere ebenso wie in der lauten Menge, in riesigen Weiten wie in beengenden Räumen, aussen wie innen – plötzlich steht man als einziger Orientierungspunkt für sich allein.
Zwischen Isolation und Freiheit, zwischen Nähe und Distanz – zwischen uns – entfaltet sich ein Zustand, der in sich nicht unterschiedlicher sein könnte. Wir alle kennen dieses Gefühl, und doch fühlen wir uns oft einsam damit. Die Künstler*innen dieser Ausstellung haben sich in diesen Zustand hineinbegeben: freiwillig oder ungewollt, beobachtend, erfahrend oder im Versuch ihn zu teilen. Mal mehr, mal weniger allein – mit sich, mit anderen, mit ihrer Kunst – mal leise, mal vielstimmig laden sie dazu ein, sie auf dieser wechselhaften Reise zu begleiten.
Künstler*innen
Paula Haeni & Stephanie Hess, Andreas Hofer, Esther Kempf, Romain Mader, Christian Megert, Patricia Meier, Giuseppe Micciché, Sinai Mutzner, Olsen, Nora Schmidt, Simone Stolz
Kuratiert von
Cristiana Contu, Nathalie Killias und Selina Schlumpf